Mittwoch, 31. März 2010

Politisch unkorrekte Spezialität aus Schweden

Montag 30.03.10
Heute hat Molin, meine schwedische Mitbewohnerin eine süße Spezialität ihres Heimatlandes für uns gemacht. Totaaaaal lecker das Zeug, ich steh drauf :-) Trotz der etwas krassen Namensgebung. Aber das hat natürlich zu witzigen Gesprächen geführt, ihr könnt´s euch ja bestimmt denken, is ja klar^^


NIGGER BALLS

100g Margarine
150ml Zucker
400ml Haferflocken
3 EL Kakao
3 EL Kaffee
Hagelzucker

Margarine und Zucker schaumig rühren (oder von Hand kneten, is aber n ziemliches gepansche),
die restliche Zutaten unterrühren und Kugeln aus der Masse formen.
In Hagelzucker (weniger süße Alternative: Kokosflocken) wälzen und einige Stunden kalt stellen.

Montag, 29. März 2010

Multitasking - und mögliche Folgen. Heute: Was zum Lachen!

Freitag Morgen. Marie will Frühstücken. Aber gleichzeitig läuft der PC und im Chat sind Winki und Nici, mit denen man sich natürlich unbedingt unterhalten muss. Außerdem muss nebenher noch spanische Grammatik wiederholt werden für den Test später... und wie ich so versuche alles unter einen Hut zu kriegen und am besten Gleichzeitig zu machen habe ich meine 'Chocolate' nur ganz kurz unbeaufsichtigt in der Mikrowelle gelassen...

...und musste ganz furchtbar laut lachen als ich das Ergebniss begutachtet habe! :-)

Sonntag, 28. März 2010

Dieb gefasst!

Donnerstag 25.03.10
Heute Abend bin ich, wie jeden Tag, ganz unschuldig von der Schule heimgekommen und wollte mir nur kurz noch beim Supermarkt an der Ecke was zu essen holen. Und wie ich so vor dem Regal mit den Olivenkonserven stehe bemerke ich, wie ein junger Mann gleich um die Ecke andauernd an seinen Kleidern rumfummelt. Erst hab ich mir nix schlimmes dabei gedacht. Vielleicht wollte er nur sein Shirt in die Hose stecken oder was weiß ich. Aber dann wurde es doch mit der Zeit irgendwie verdächtig und ich hatte den Eindruck, er hätte etwas in sein Hosenbein gesteckt. Also blieb ich noch weiter vor dem Olivenregal stehen um der Sache auf den Grund zu gehen und tat so als würde ich die verschiedenen Olivensorten begutachten. Und tatsächlich, der Typ hat seine Hosenbeine mit Getränkedosen vollgestopft! Keine Ahnung wie viele er da reinbekommen hat, aber es waren einige. Danach hat er dann noch Dinge in seiner Jacke verschwinden lassen. Ich war echt erstmal baff ob der Dreistigkeit. Erst dachte ich mir: "Hm, naja, ist ja nicht mein Problem", aber während ich stockend zum nächsten Regal ging, um meinen Einkauf fortzusetzen, hat sich dann doch ein Gefühl in mir geregt, das mir gesagt hat, dass das nicht wirklich OK ist. Ich glaube, hätte er nur eine Kleinigkeit in seiner Tasche verschwinden lassen hätte ich nichts gesagt, aber das fand ich dann doch etwas zu krass. Also bin ich zur Kassiererin marschiert und habe den Kerl verpfiffen. Die Frau hat ihre 2 Kollegen gerufen, die ihn dann haben auffliegen lassen. Und so habe ich eine gute Tat vollbracht und zum Dank habe ich sogar ein Geschenk bekommen, wär hätte das gedacht! Ein Teller von Coca Cola. Sehr cool! Ich glaub ich bin jetzt ein gerne gesehener Kunde in diesem Supermarkt :-)

Kochabend in der WG

Mittwoch 24.03.2010

Christel war schon seit einiger Zeit auf der Suche nach Currypaste, weil sie gerne ein Churry kochen wollte. Zufällig bin ich gestern an einem Chino (ihr erinnert euch, das sind diese kleinen Läden, die von Chinesen betrieben werden) vorbeigekommen, der direkt auf unserem Schuleweg liegt und im Vorbeigehen fiel mein Blick auf verschiedene Churrypasten, die im Schaufenster ausgestellt waren. Als ich dann Christel heute ungefähr auf der Höhe dieses Chinos begegnete als sie aus der Schule kam und ich auf dem Weg dorthin war, hab ich ihr gleich von meiner Entdeckung erzählt. Christel und Madeline haben sich riesig gefreut, dass sie damit eine Mission für ihren Nachmittag hatten - Einkaufen und Curry kochen. Ich weiß nicht wieso, aber die Mädels langweilen sich hier immer nachmittags wenn sie frei haben. Kann ich nicht verstehen. Sie haben vormittags Unterricht und nachmittags frei, bei mir ist es genau umgekehrt. Ich langweile mich hier allerdings nie. Ich lerne vormittags etwas Spanisch oder mache meine Hausaufgaben (das ist soooo süß, Hausaufgaben - hach, wie früher! Nur dass ich sie diesmal wirklich auch mache... :-) ) oder schreibe e-mails oder Posts oder Chatte mit Freunden, gehe in der Stadt spazieren... es gibt so vieles hier zu sehen! Keine Ahnung wie man sich da langweilen kann. Aber die sind sowieso auch alle voll Fernsehabhängig. Das ist irgendwie so extrem, dass es fast schon wieder lustig ist. Ich stehe morgens auf und der Fernseher läuft - alle Mädels sind aber schon in der Schule. Ich komme abends nach Hause, der Fernseher läuft. Ich denke mir "Cool, da ist jemand da" aber nein - niemand da, alle sind ausgeflogen! Ich frag mich wirklich was die für ne Erziehung genossen haben! Ständig läuft der Fernseher, brennt überall das Licht und ihre Laptops stehen angeschaltet auf dem Tisch, auch wenn niemand da ist. Und wenn sie aus dem Haus gehen wird auch nichts davon ausgeschaltet, echt krass! Aber hey, da wir hier keine separate Stromrechnung zu zahlen haben und das Zimmer teuer genug ist, ist mir das ziemlich egal. Ich staune nur über anderer Leute krasse Gewohnheiten...

Naja, aber jedenfalls war heute Abend dann kochen angesagt. Das hat echt Spaß gemacht. Eine Freundin von Christel hatte sie mal gefragt ob es schwer sei, dieses Curry zu kochen. Damals hat sie "Nein" geantwortet. Aber heute haben wir festgestellt, dass es davor abhängt, ob man einen Dosenöffner besitzt oder nicht! Es war dann bei uns wirklich etwas schwerer dieses Curry zu machen, da wir die Dose mit der Cocosmilch irgendwie aufbekommen mussten! ;-)
 Christel und Molin beim Dose öffnen
Erfolg!

Um es mit Madelines Worten zu sagen:  "Yummy!!!"

Allison - eine der fernsehsüchtigen, stromverschwendenden Französinnen

 Wein ist natürlich ganz wichtig! Zwar nicht für das Curry, aber für uns ;-)

Wir haben noch einige Flaschen von dem guten, billigen, spanischen Rotwein getrunken und viel Spaß gehabt während wir uns über Männer, Partys, Reisen und Sex unterhalten haben! Christel ist eine Frau ganz nach meinem Geschmack! Ein taffes Mädel ohne falsche Scham, die kein Blatt vor den Mund nimmt und die Dinge beim Namen nennt - großartig! Und vor allem haben wir wirklich den GANZEN Topf leer gegessen während wir da so am Tisch saßen und gequatscht haben - unglaublich! Das war echt viel und wir waren danach sowas von vollgefressen! Dann hab ich mich noch überreden lassen mit auszugehen obwohl ich eigentlich lieber ins Bett gegangen wäre. Naja, aber so lange bin ich ja schließlich nicht in Barcelona^^
Also ging´s wieder ins Polaroid und danach ins Café Madeira, abtanzen zu cooler Live-Reggae Musik. Allerdings waren die Leute diesmal irgendwie alle so dermaßen voll, dass sie nicht bemerkt haben, wenn sie ihre Gläser während dem Tanzen halb verschüttet haben - und mich dabei getroffen haben! Es haben doch tatsächlich 6 Leute an diesem Abend ihr Getränk über mich geleert, ich konnte mein Glück malwieder kaum fassen! Daher war meine erste Aktion am nächsten Morgen, meine Kleider in die Waschmaschine zu stecken, um die verschiedenen Alkoholgerüche zu beseitigen. Aber ansonsten war es ein echt toller Abend!

Magische Nächte in Barcelona (Barri Gòtic)

Montag 22.03.war mein erster Schultag hier in der Sprachschule. Wir waren nur zu dritt weil die anderen 2 Mädels krank sind. Das war aber sehr cool weil wird dadurch sehr viel gesprochen haben. Ach so, für alle, die noch garnicht wissen was hier eigentlich los ist: Ich hatte die spontane Idee eine Weile in Barcelona zu verbringen, weil ich noch nie in Barcelona war aber schon immer mal hin wollte, und mache hier nebenher einen Sprachkurs, um meine Spanischfähigkeiten zu verbessern. So verbringe ich also von Montag bis Freitag jeweils 4 Stunden in einer Sprachschule. Und den Rest der Zeit kann ich dazu nutzen, das barcelonesiche Lebensgefühl zu genießen und die Stadt zu entdecken :-)

Abends ging es dann natürlich erstmal zum Tapas essen mit meinen WG Mädels. Der Stadtteil in dem wir waren heißt Born und gehört zum ganz alten Teil von Barcelona, dem Barri Gòtic (Gotische Altstsdt). Es ist eines der schönsten Stadtviertel. Dort gibt es schöne, alte Häuser, enge, schmutzige Gassen, viele kleine Bars und alles hat ein ganz besonderes Flair - vor allem Nachts! Wer von euch "Der Schatten des Windes gelesen hat": es ist wirklich genau so wie die Atmosphäre im Buch beschrieben wird! Etwas heruntergekommen, Feuchtigkeit in den engen Gassen, trübes Licht von den Straßenlaternen - das alles schafft eine etwas düstere aber doch irgendwie unglaublich magische Atmosphäre. Toll, ich war sehr fasziniert!
Und wer von euch das Buch nicht gelesen hat - UNBEDINGT lesen!! Es lohnt sich, wirklich, es ist das Beste Buch das ich bisher gelesen habe!
Bisschen verschwommen, aber ich finds trotzdem n cooles Bild

Die Bar in der wir waren war sehr klein aber sehr schick und die Tapas waren umsonst, wenn man ein Getränk bestellt hat - so wie immer also, nur dass ein Glas Wein hier 4 Euro kostet anstatt 1,50 oder 2 Euro wie in Córdoba. Die Tapas waren aber mega lecker und man konnte sich nehmen soviel man wollte!
Danach waren wir in einer Bar namens Polaroid, ebenfalls im Barri Gòtic. Eine von den zu Hauf vorhandenen bunten, verratzten Kneipen. So richtig cool und gemütlich! Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem kleinen, unglaublich schäbigen Buchladen vorbei aus dem uns schon der Geruch von Gras entgegen kam. Dort hingen ne Menge zugekiffter, komische Gestalten rum. Unter anderem der Besitzer des Ladens - Guy. Die Mädels haben diese komischen Gestalten schon vor ein paar Tagen kennen gelernt und folglich wurden wir in ein Gespräch verwickelt. Einer von denen - von den Mädels nur Bali genannt, weil er aus Bali kommt - versuchte wohl Molin abzuschleppen und Guy hatte sein Glück bei Madeline versucht. Als wir es endlich geschafft hatten uns loszueisen und die freundliche Einladung in dem Buchladen zu verweilen ausgeschlagen haben sind Guy und Bali uns ins Polaroid gefolgt. Dort haben wir Bier getrunken, jede Menge Palomitas (Popcorn) verdrückt  und uns nett unterhalte. Guy ist Franzose. Er kommt aus Carcassonne und wohnt seit 5 Jahren in Barcelona. Und - ganz wichtiges Detail - ist bestimmt schon Mitte 50!!! Wie dem auch sei, Christel und ich sind dann noch weiter ins Café Madeira, weil es dort tolle Reggae Partys geben soll, mit Life Musik und Jam Sessions. Guy und Bali wollten uns natürlich unbedingt begleiten. Madeline und Molin wollten lieber im Polaroid bleiben und sich mit 2 Amis unterhalten. Die Party war echt toll, super Musik, kleine Kellerbar und viele tanzende, ausgelassene Leute. Aber so krass wie es dort nach Gras gerochen hat hab ich das echt an noch keinem anderen Ort erlebt! Ich glaub die rauchen da nix anderes^^ Das nächste Problem war dann, dass Guy die ganze Zeit versucht hat mich anzugraben! Uah, furchtbar! Der Kerl ist richtig Alt!
Als ich keine Lust mehr auf tanzen hatte wollte ich unbedingt noch zum Meer weil ichs kaum erwarten konnte endlich wieder das Meer zu sehen! Es ist schon so lange her dass ich das letzte Mal am Meer war! Aber leider war Christel schon ziemlcih betrunken und hatte gerade begonnen mit irgendeinem Typen rumzuknutschen dass sie´s irgendwie nicht mehr richtig gecheckt hat und so war Guy mein einziger Begleiter. Mir war schon klar dass das ein ziemlich anstrengender Spaziergang werden wird weil ich mir den Opa vom Leib halten muss - und so wars dann auch. Aber das Meer sehen, riechen und anfassen, das war toll! Das Guy die ganze Zeit versucht hat mich zu betatschen und zu küssen allerdings weniger... Das Beste zum Schluss war dann, dass ich auf dem Weg zurück Christel angerufen habe um zu sagen dass ich gleich zurück bin und ob wir dann heim gehen und sie mir erzählt hat, dass sie gerade schon im Bus nach Hause sitzt weil sie dachte ich komme nicht wieder! Wo soll ich denn bitte hinverschwinden? Hat sie gedacht ich verwandle mich am Strand in eine Meerjungfrau und schlafe in einer Riesenmuschel? Oder gehe etwa mit Guy nach Hause??? Ich war erstmal ziemlich geschockt: Ich, ganz alleine, mitten in der Nacht, in Barcelona, keine Ahnung wie ich nach Hause komme, ein aufdringlicher Kerl an meiner Seite, eine Betrunkene versucht mir den Weg zur Bushaltestelle zu erklären und dann - ist mein Handyakku leer! Aber Guy hat mich dann netterweise zur Plaza Catalunya gebracht, von wo aus die Nachtbusse fahren. Und als er immer aufdringlicher versucht hat mich zu küssen hab ich ihm erzählt dass ch nen Freund in Deutschland habe. Aber nichtmal das hat geholfen! Darauf meinte er "na und, aber hier ist Barcelona." Tststst, unglaublich! Jedenfalls hab ich ihm dann klar gemacht dass mir das egal ist wo ich bin und das da sicher nix läuft mit uns. Ich glaub da war er etwas eingeschnappt. Ich war nur froh, dass er nicht noch betrunkener war, wer weiß wie das dann gelaufen wäre...
Jedenfalls war ich tierisch froh als ich endlich in diesem Bus saß der mich nach Hause gebracht hat, das könnt ihr mir glauben!
Christel hatte am nächsten morgen ein ganz schön schlechtes Gewissen, dass sie zu betrunken war um sich zu merken, dass ich ihr gesagt habe, dass ich in ner halben Stunde vom Strand zurück komme und sie abhole.
Oh, what a night!

Freitag, 26. März 2010

"Jaaa, ich fahr mit dem Zug nach Barcelona..."


... und das hat unglaubliche 12 Stunden lang gedauert von Córdoba bis hier her! Qué viaje! Zum Glück hab ich die Nacht davor durchgemacht und war deshalb müde genug um die halbe Fahrt zu schlafen, trotz des Lärms den die Spanier immer veranstalten. Warum ich die Nacht davor nicht geschlafen habe? Tja, irgendwie hatte ich das selbe Problem wie bei meiner Abreise aus Jena^^ Aufgrund eines fiesen Katers hab ich den ganzen Tag verpennt und musste folglich meine Sachen dann noch packen - nachts. Und weit und breit keine Nici und kein Robin die mir dabei helfen konnten... und saure Gurken hat mir auch niemand geholt ;-) Naja, aber letztendlich hab ich´s dann doch noch geschafft rechtzeitig am Zug zu sein. Am Samstagmorgen, dem 20.März, um 10 Uhr gings los, einmal quer durch Spanien. Geschlafen hab ich bis ca. 14.30. Es war unglaublich heiß und stickig in dem Zug! Irgendwann saß ich nur noch im Trägershirt da und hab immernoch geschwitzt. Und der Typ neben mir roch irgendwie echt unangenehm. Das musste ich bis Valencia ertragen! Aber sehr cool war, dass in dem Zug Filme gezeigt wurden, so wie im Flugzeug. Die Kopfhörer dazu bekam man sogar auch geschenkt! Das nenn ich mal Service! Könnte sich die Deutsche Bahn mal was davon abgucken! So hab ich mir zwei Filme angesehen, damit auch gleich Spanisch geübt, und die Zeit verging viel schneller! Ab Valencia hatten wir dann schon 1 Stunde Verspätung. Ich weiß nicht warum aber alle paar Stunden hatten wir an irgendwelchen Bahnhöfen 30 Minuten Aufenthalt. Aber die letzte halbe Stunde habe ich mich dann mit dem Italiener neben mir unterhalten, der in Valencia zugestiegen war, und meinen übel riechenden Nebensitzer ersetzt hat. Echt witzig, weil er das Spanische total italienisch ausgesprochen hat! Und er konnte sogar ein paar Worte Deutsch und muss demnächst beruflich nach Stuttgart. Um 22 Uhr kam ich dann endlich in Barcelona Sants an. Dann musste ich "nur noch" rausfinden, wie ich mit der Metro zu dem Hostel komme, bei dem der Schlüssel für meine Wohnung hinterlegt war, diesen abholen und dann konnte es auch "schon" in meine Wohnung gehen. Aber das war nochmal ein ganz schön hartes Stück arbeit, denn fieserweise gab es nicht an jeder Metrostation Rolltreppen. Daher musste ich meinen - natürlich üüübelst schweren Koffer - total oft die Treppen hoch oder runter Tragen. Mann war ich danach fertig, ich sag´s euch! So gegen 0 Uhr war ich dann endlich am Ziel angekommen, hab noch kurz ein paar Worte mit meiner neuen Zimmermitbewohnerin geredet und bin dann ins Bett gefallen! Mein Zimmer teile ich mir mit einem Mädel aus Santa Barbara, Californien. Die ist total nett und lustig, und so richtig amerikanisch :-) Schon witzig, dass man sowas merkt weil die eben ihren ganz eigenen Stil und Verhaltensweisen haben.  Die anderen Mädels sind auch alle voll nett. Und wir sind voll die multikulti-WG. Wir haben noch eine Niederländerin, eine Französin, eine Marokanerin und eine Schwedin.
Die Wohnung ist auch total schön! Ein richtig schöner Altbau, mit tollen Holzböden und nem super schicken Bad, noch besser als mein Bad in Córdoba! Und es kommt richtig viel heißes Wasser aus der Dusche - Suuupertoll!!! Und die Einrichtung ist zum grö0ten Teil von IKEA *g*.
Das ist das Zimmer von Madeline und mir
Überall liegt viel Kram rum und es ist etwas chaotisch :-)
Flur und Küche
Das schicke Bad
Wohnzimmer und Esszimmer - Superschön!
Eigentlich ist es echt nett, dass hier auch überall Dekoelemente wie Vasen und Bilder vorhanden sind - aber DAS ist wirklich der Gipfel des Kitsches! Und das Mitte März^^

Mein erster Tag in Barcelona war auch echt schön. Ein richtiger lazy sunday! Hab geschlafen bis um 11, geduscht und dann bin ich mit den Mädels aus meiner WG zu so nem Park gefahren, wo ein Labyrinth aus Hecken drin war. Dort sind wir ein biosschen spatzieren gegangen und als dann ein leichter Nieselregen eingesetzt hat haben wir beschlossen zurück nach Hause zu fahren und uns DVDs auszuleihen. Den Rest des Tages haben wir also auf dem Sofa verbracht und uns Filme auf spanisch angesehen. Wenn das so weiter geht dann wird meine Zeit hier echt toll! Ich genieße es echt total mit so vielen coolen Mädels zusammen zu wohnen. Ist ein total neues Gefühl, genau das hab ich immer vermisst, mit Leuten zusammen wohnen die keine komischen Freaks sind, mit gesundem Menschenverstand, Lust auf Spaß und Party aber auch mal nen faulen Tag zusammen verbringen. Eben Leute die man gut leiden kann. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen!

Christel (Niederlande), Ich und Molin (Schweden) im Parque del Laberinto

Da ist es, das Labyrinth - nos hemos perdido!
Schade dass es so trüb war, man hätte sonst bestimmt eine tolle Aussicht über die Stadt gehabt von hier oben!


Freitag, 12. März 2010

Bettgefährte

Da ich ja letztendlich doch keinen Platz mehr hatte Lasse mitzunehmen fühlte ich mich etwas einsam in meinem Bett hier. Und als ich dieses kleine Kerlchen entdeckte musste ich es einfach mitnehmen! Seither habe ich also wieder einen Bettgefährten, der auf mich aufpasst während ich träume. Allerdings ist er noch namenlos und damit hier mal n bissle Kommunikation in den Blog kommt rufe ich hiermit zu Namensvorschlägen auf! Um euch ein bisschen zu animieren: Der Beste Namensvorschlag wird mit einem original spanischen Mitbringsel prämiert ;-)
Dann strengt euch mal an, ich bin gespannt!

Schöne Aussichten!

Heute habe ich festgestellt dass ich ein Dach habe! Also klar hat mein Haus ein Dach aber ich meine ein Dach das man zum Wäsche aufhängen benutzen kann. Mir sagt man ja nix hier, alles muss ich selber rausfinden! Jetzt fragt ihr euch bestimmt wie ich da drauf gekommen bin. Also: Gestern ging im Treppenhaus eine Frau mit einem Korb voll Wäsche an mir vorbei, ein Stockwerk höher. Ich wohne aber schon fast ganz oben. Eine Etage höher gibt es nur noch eine Wohnung, und nicht 8 wie sonst auf jeder Etage. Da hab ich mich erst gewundert, ob es hier vielleicht im Keller einen Waschraum gibt. Aber kurz darauf fiel mir ein, dass es ja überhaupt keinen Keller in diesem Haus gibt! Und da kam die Frau auch schon wieder an mir vorbei - diesmal war der Wäschekorb leer. Da hat es bei mir klick gemacht. Natürlich musste ich bei der nächsten Gelegenheit gleichmal prüfen, ob das wirklich stimmt was ich mir da gedacht habe. Und siehe da, der Hausschlüssel passt in die Türe ganz oben und diese führt - na, wohin? - genau, auf´s Dach! Ich hab mich riesig gefreut und sofort die Aussicht von allen Seiten genossen. Einfach großartig!!! Dann bin ich sofort zum Chino meines Vertrauens gelaufen und habe mir voller Vorfreude eine Packung Wäscheklammern gekauft. Manche von euch fragen sich jetzt sicher, warum ich aufgrund von ein paar Wäscheleinen so in Euphorie ausbreche. Das liegt daran, dass meine Wäsche, besonders die Jeans, immer 1 Woche zum trocknen brauchen wenn ich sie in der Wohnung aufhänge. Denn hier gibt es ja keine Heizung, das heißt es ist recht kühl und durch den vielen Regen ist auch die Luftfeuchtigkeit recht hoch. Tja, und deshalb dauert das immer eeewig. Und ich denke mir, dass das viel schneller geht wenn die Wäsche draußen in der Sonne hängt und vom Wind getrocknet wird. Soweit zumindest meine Theorie. Ich werde von meinen (Miss-)Erfolgen berichten ;-)
Hach ja, die kleinen Freuden des Alltags... Und damit ihr auch was davon habt, hier noch ein paar Bilder von meiner tollen Aussicht vom Dach:

Mittwoch, 10. März 2010

Paseo por la ciudad

Heute mache ich mit euch einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt. Also zurücklehnen und genießen ;-)
Ja, 21°C Ende Februar, das ist schon toll - Früüüüühling!
Und jede Menge Süßkram, an jeder Ecke... :-)

Die Plaza de las Tendillas

Und überall superschöne, alte, verzierte Häuser. Das schafft eine tolle Atmosphäre!
Da haben sie irgendwas altes ausgebuddelt - Templo de culto, oder so^^
Das Rathaus. Nicht so spektakulär... aber dort rechts daneben um die Ecke ist ne tolle Tapasbar!
 Plaza de la Corredea - ganz typisch spanisch diese von Häusern komplett umschlossenen Plätze

 Wer hier wohl sauberer spült, Vilariba oder Vilabajo...?! *g*
 Jetzt gehen wir über die berühmte romanische Brücke um zu der ganz typischen Ansicht von Córdoba zu gelangen. Die ist auf jeder zweiten Postkarte oder Fotografie zu finden...
Das ist sie, die klassische Ansicht von Córdoba, die Brücke mit der Mezquita im Hintergrund. Zur Zeit hat der Guadalquivir allerdings so viel Wasser wie noch nie! Das ist selbst für die Cordobesen eine "Attraktion", das halbe Ufer ist auch überschwemmt.
Das da ist alles Schlamm, das stand alles unter Wasser, eigentlich ist dort Wiese und ein Weg... Mittlerweile ist das Wasser schon wieder "etwas" zurück gegangen
 Das Haus sollte eigentlich auch nicht IM Wasser stehen, sondern daneben...
So, und jetzt gehts zur Mezquita. Heute allerdings nur von außen.

Und direkt neben der Mezquita, in diesewr Bar, gibt es die angeblich beste Tortilla Córdobas
Nämlich diese hier. Und sie schmeckt wirklich sehr gut. Allerdings merk ich keinen großen Unterschied zu anderen Tortillas... dafür ist mein Geschmackssinn wahrscheinlich nicht genug Tortilla gewohnt^^

Jetzt geht´s noch ein paar Schritte durch die Judería - Das Judenviertel. Hier sind die Gässchen besonders eng und schmal und ein kleiner Laden reiht sich an den anderen. Hauptsächlich viel Tourikram aber es gibt auch ein paar sehr schöne kleine Galerien mit Bildern, Kunsthandwerk oder Lederwaren - wofür Córdoba übrigens berühmt ist.

Das ist einer der vielen Patios (Innenhöfe) die im Mai von Blumen übersäht sein sollen. Da findet nämlich die 'Fiesta de Patios' statt. Das ist ein Wettbewerb um den schönsten Innenhof. Ich bin sehr gespannt darauf.
So, und damit ist der kleine Rundgang durch Córdoba auch erstmal beendet. Ich hoffe euch gefällt´s genauso gut wie mir :-)